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PNP (Freyung) vom Donnerstag, 07. August 2008 Jugendfeuerwehr im 24-Stunden-Einsatz Landkreisweites Pilotprojekt der FFW Röhrnbach - Nachwuchs soll Alltag der Berufswehr kennen lernen
Von Norbert Peter. Röhrnbach. »Im Alarmfall ist die Arbeit zu unterbrechen und mit dem zugeteilten Auto auszurücken«, das war eine der Vorgaben beim Aktionstag der Jugendfeuerwehr Röhrnbach. Eigentlich ein ganz »normaler« Befehl, aber nicht in diesem Fall, denn das Motto lautete »24 Stunden im Einsatz«. Die aktive Jugendgruppe der Feuerwehr Röhrnbach führte eine Übung über eine Zeitspanne von 24 Stunden durch - ein Pilotprojekt im Landkreis. In diesem Zeitraum wurden die Jugendlichen mit Arbeiten zum Thema Feuerwehr beschäftigt und fuhren über den Tag verteilt verschiedene Einsätze. »Den Jugendlichen sollte damit ein Bild über den Ablauf einer Berufsfeuerwehr vermittelt werden«, so Jugendwart Michael Wiesmüller zum Sinn und zur Zielsetzung der Aktion. Wiesmüller hatte auch alles bestens geplant - aber die jungen Feuerwehrmänner und Feuerwehrdamen wussten nicht, wann der Alarm ausgelöst wird und wohin man zum Einsatz gerufen wird. Eine spannende Geschichte für den Jugendwart mit dem 2. Kommandanten Josef Haslacher und seinen Helfern ebenso wie für Feuerwehrvorstand Max Uhrmann als »Beobachter« und die teilnehmende Mannschaft. Im Mannschaftsraum harren Christian Czech, Florian Dumps, Eduard Haslacher, Anna Unfried, Michael Bayer, Karin Damberger, Josef Eibl, Alexander List, Mathias Schäfner und Bernadette Wiedorfer mit den Maschinisten Michael Kneidinger und Markus Unfried sowie den Gruppenführern Josef Haslacher und Michael Wiesmüller der Dinge, die folgen sollen. Um 16 Uhr schrillen zum ersten Mal die Alarmglocken in der Kommandozentrale: »Brand im Kindergarten«. Da wird natürlich sofort mit dem LF 16 und dem Mehrzweckfahrzeug ausgerückt, begleitet vom Team des BRK Röhrnbach mit der Schnell-Einsatz-Gruppe. Die Jugendfeuerwehrler sind bestens geschult und so hat man den »Brand« im Kindergarten bald unter Kontrolle. Die FFW Freyung hat die Drehleiter abgestellt, bedient von Manfred Heydn. Neben der »Ausfahrt« in luftige Höhen, immerhin 30 Meter, wird auch gezeigt, welche Einsatzmöglichkeiten und Rettungen mit diesem Gerät möglich sind. Etwas ausgeruht vom ersten Einsatz wird zu einer Personenrettung in der Seniorenwohnstätte »Rosenium« gerufen. Auch diese Aufgabe wird bestens erfüllt. Jugendwart Michael Wiesmüller ist zufrieden. Kaum zurück im Feuerwehrgerätehaus, wird um 20. 30 Uhr zu einer Vermisstensuche im Marktbereich alarmiert. Alles schwärmt gezielt aus, der Vermisste wird im Licht der Scheinwerfer gefunden. Sogar für die Landung eines Rettungshubschraubers wurde alles vorbereitet. Wieder ein Beweis der Leistungsfähigkeit der Feuerwehrjugend. Um 10 Uhr ist man wieder zurück, macht Brotzeit, schnauft aus. Gott-sei-dank ist es die Nacht über ruhig. Aber um 6 Uhr morgens ist schon wieder Alarm: »Verkehrsunfall in Pötzerreut«. Alles rückt aus, man sichert die Unfallstelle, alles läuft reibungslos ab. Doch für eine Verschnaufpause ist keine Zeit, denn man wird zu einem »Großbrand« in Fürsteneck auf den Plattenhof gerufen - gemeinsam mit der dortigen Feuerwehr. Rauch steigt beim stattlichen Bauernhof auf, doch das Feuer entpuppt sich dann als »Waldbrand«, dessen Übergreifen verhindert werden muss. Schläuche werden ausgerollt, bald erschallt das Kommando »Wasser marsch«. Ein eingespieltes Team ist am Werk. Aus den Strahlrohren zischt das Wasser in das Feuer, bis es erlischt. Es wird noch sorgfältig nach Glutstöcken »gegraben«, dann kann zum Rückzug geblasen werden. Kaum wieder in Röhrnbach in der Zentrale angelangt, steht schon wieder eine technische Hilfeleistung an, denn in der Kläranlage ist eine Flüssigkeit ausgetreten. Sichern und feststellen, ob sich giftige Dämpfe entwickeln, das ist der Ablauf des Einsatzes. Die Mannschaft freut sich auf den Feierabend, man ist doch etwas gestresst. Es ist 15 Uhr. Doch da steckt noch ein Mann in einem Gully fest, der befreit werden muss. Um 16 Uhr wird die Arbeitskleidung ausgezogen »24 Stunden im Einsatz« sind bestens bewältigt. Die jungen Feuerwehrmänner und Feuerwehrdamen sind geschafft, aber ihre Augen strahlen und sie sind glücklich, »etwas besonderes geschafft zu haben«.
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